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Der Bau unseres Vereinsheims

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Im Winter 1965/66 setzte der damalige 1. Vorstand Lorenz Schorer seinen größten Wunsch -Vereinsheimbau- auf die Tagesordnung. Mehrere Sitzungen und Versammlungen wurden einberufen um dieses Vorhaben zu besprechen.

Geplant war ein gemeinsames Vereinsheim mit dem TV Häslach. Bei einer gemeinsamen Sitzung am 22. Februar 1966 im Gasthaus Adler unter der Leitung von Bürgermeister Bauer gab es lebhafte Diskussionen. Schließlich wurde geheim abgestimmt. 30:4 Stimmen waren für einen Neubau. In separaten Versammlungen und Sitzungen wurden gleichzeitig auch beim TV Häslach Gespräche über dieses Vorhaben geführt. Trotz Befürwortung durch den damaligen 1. Vorsitzenden Gottlob Schölkopf, stimmten letztendlich die Mitglieder des TV mehrheitlich gegen eine Beteiligung an einem gemeinsamen Vereinsheimbau.

Der Kleintierzüchterverein Häslach unter der Leitung von Lorenz Schorer setzt sich jedoch durch und drängt weiter auf einen Platz von der Gemeindeverwaltung.

Dank großem Einsatz von Bürgermeister Otto Bauer gelang es unserem Vorstand, Lorenz Schorer, einen Bauplatz im Gewann Schaichberg, auf dem das heutige Vereinsheim steht, auf Erbbaupacht zu erwerben.

Nun wollte man schnell bauen. Eine größere Halle aus Holz, die in Reutlingen zum Verkauf stand, wurde nicht genehmigt, mit der Begründung, dass diese nicht in die Landschaft passe. Also wurde ein Massivbau geplant. Zusammen mit Architekt Eugen Berner aus Pliezhausen wurde unser heutiges Vereinsheim entworfen.

Am 27. Dezember 1966 war der erste Arbeitseinsatz auf unserem Baugelände. Begonnen wurde mit der Kanalisation. Arbeiten wurden nicht vergeben.

Der ganze Bau wurde unter größtem Einsatz der Mitglieder in ihrer Freizeit erstellt. Zum Aushub vom Kanalisations- und Wasserleitungsgraben sowie der Baugrube wurde ein Bagger benötigt. Das erste Angebot lag bei 3,60 DM pro Kubikmeter; das war für den jungen Verein damals zuviel. Schließlich fand man eine auswärtige Firma, die den Kubikmeter für 1,- DM aushob.

Am 29. Dezember 1966 wurde mit den Baggerarbeiten begonnen und der Kanal und die Wasserleitung verlegt. Die Baugrube wurde ausgehoben, das Schnurgerüst gestellt und eingeschnitten und die Fundamente gegraben.

Am 13. März 1967 tobte ein Sturm, der das Schnurgerüst und die Bauhütte stark beschädigte.

Fundament und Bodenplatte waren betoniert, der Sockel vom Untergeschoß stand zum Teil, dann wurde der Bau vom Landratsamt Tübingen am 28. März eingestellt.

Am 05. April 1967 meldete sich der Landschafts- und Naturschutz und stellte den Bau ebenfalls ein. Vorstand Lorenz Schorer fiel aus allen Wolken und tobte, aber alles half nichts, vermutlich wollten einige Herren sich wichtig machen.

Ohne eine Änderung kam dann die Baugenehmigung am 09. Dezember 1967. Sofort wurden die Arbeiten wieder aufgenommen.

Am 26. Januar 1968 ist die Prüfstatik eingetroffen. Am 27. Januar 1968 wurde die Decke betoniert. In einem nicht zu übertreffenden Einsatz wurde in jeder freien Stunde an unserem Vereinsheim gearbeitet.

Am 04. Mai 1968 ging unserem damaligen Vorstand Lorenz Schorer sein größter Wunsch in Erfüllung. Er konnte gleichzeitig die Generalversammlung und seinen 67. Geburtstag im Rohbau des Wirtschaftsteils unseres Züchterheims feiern.

Als der gesamte Rohbau stand, und die Fenster zum größten Teil eingebaut waren, wurde am 23. August 1968 das Richtfest gefeiert. Zum Essen gab´s Hasenbraten, gestiftet von den Mitgliedern, zur Unterhaltung spielte der Spielmannszug der Freiw. Feuerwehr Häslach.

In einem unheimlichen Eifer wurde weitergearbeitet. Erwähnenswert ist noch der Einbau des Estrichs, er wurde selber hergestellt und eingebaut; am Dienstag abend, 18.00 Uhr wurde begonnen, am Mittwoch morgen, halb 4 waren wir fertig.

Während der Bauarbeiten gab´s dann auch zum Teil noch im Rohbau Ausstellungen und Festlichkeiten.

Die erste Jungtierschau anlässlich der Häslacher Kirbe am 17. und 18. September 1968 fand in den eigenen vier Wänden statt..

Am 16. November 1968 wurde ein Kameradschaftsabend veranstaltet.

Die Arbeiten gingen weiter flott voran. Fassade und sonstige Außenarbeiten waren fertig, als am 17. und 18. Mai 1969 das größte Fest in der Vereinsgeschichte stattfand:

Die Einweihung unseres Vereinsheims neben dem Wasserturm.

Die Bewirtung findet in eigener Regie statt. Veranstaltungen wurden übernommen. Vierteljährliche Raten für Bauschulden mußten bezahlt werden.

Probleme gab´s in der Bewirtschaftung. 1972 wurde ein Pächter eingesetzt, der leider nur 3 Monate blieb, seither wurde wieder nur in eigener Regie bewirtschaftet.

In den Jahren 1981 - 1986 wurden umfangreiche Renovierungsarbeiten durchgeführt, die zur Erhaltung unseres wertvollen Besitzes nützlich waren.