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Über den Verein

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Die Vereinsgründung und die ersten Jahre danach.....

Im Sommer 1962 taten sich einige Züchter zusammen, um in Häslach einen Kleintierzuchtverein zu gründen. Nach mehreren Aussprachen, und einer öffentlichen Zusammenkunft im damaligen Cafe Müllerschön, wurde beschlossen, auf den 20. Okt. 1962 eine Gründungsversammlung im Gasthaus "Adler" einzuberufen. 20 Interessierte fanden sich dann bei der Gründungsversammlung ein. (Ende 1964 bestand der Verein bereits aus 32 Mitgliedern) (....)

Aus den Anfängen unseres Vereins

Nach der offiziellen Gründungsversammlung waren alle Funktionäre gewählt und alles besprochen, aber die Gründerjahre waren nicht leicht. Einige Einzelheiten seien festgehalten:

Der Mitgliedsbeitrag wurde auf 6,- DM festgelegt und wurde vom damaligen Kassier vierteljährlich mit 1,50 DM kassiert. Das war für die damalige Zeit, aber wenig für den Verein; denn jeder wusste, dass in den nächsten 2-3 Jahren mehrere tausend Mark benötigt werden zum Kauf eines Brutapparates und von Ausstellungskäfigen.

Dankbar gedacht sei an dieser Stelle an die Starthilfe unseres Nachbarvereins, dem Kleintierzuchtverein Walddorf; er gab zum Start eine Spende von 200.- DM und seine Käfige für 1963 kostenlos.

Am 22. Dezember 1962 fand die erste Weihnachtsfeier statt. Im vollbesetzten Adlersaal wurden Theaterstücke gespielt von Lorenz Schorer, Willy und Adolf Kümmerle, Gisela und Emil Dürr. Auch eine Christbaumversteigerung fand sehr guten Anklang.

Die erste Ausstellung -damals Werbeschau- im Gasthaus Adler war am 26. Januar 1963.

Am 16. März 1963 fand im Gasthaus Adler die 1. Generalversammlung statt: es wurde beschlossen, dass jedes Jahr bei der traditionellen Häslacher Kirbe eine Jungtierschau und im Winter (Dezember oder Januar) dann die Lokalschau stattfindet.

15. April 1963: Der Kleintierzüchterverein Häslach wird beim Landesverband anerkannt und bekommt die Nr. Z 435.

Ausschuss-Sitzungen finden abwechslungsweise in den Wohnungen der Vorstandschaft statt.

In den ersten Jahren wurden Alteisen-Sammlungen durchgeführt und mit Traktoren nach Bempflingen gefahren und damit ein beträchtlicher Beitrag zur Verbesserung der Kassenlage geleistet.

Mehrere Tagesausflüge, darunter erstmals eine 2-Tages-Fahrt nach Weerberg in Tirol, wurden von 1963 bis 1967 durchgeführt.

Die erste Jungtierschau in der Büromöbelfabrik Heinzel am 18. und 19. September 1963 wurde mit 47 Rassen Kaninchen und Geflügel als sehr gut eingetragen. Weitere Ausstellungen bei der Firma Heinzel folgten. Diese Veranstaltungen bei der Firma Heinzel waren immer ein sehr guter Erfolg.

An dieser Stelle sagen wir herzlichen Dank der Firma Heinzel für die damals kostenlos zur Verfügung gestellten Räume und der Kantine, zur Pflege der Kameradschaft.

Im Frühjahr 1963 wurde ein "Schumacher-Motorbrüter" gekauft. Die Gemeinde stellte im Backhaus einen Raum als Brutraum für den Verein zur Verfügung. Brutmeister wird Lorenz Schorer. Brüten kostet pro Ei 15 Pfennig. Ab 1964 wurde für das befruchtete Ei 25 Pfennig kassiert.

Ausschuss-Sitzungen finden ab Sommer 1964 im Brutraum im Backhaus statt, Mitgliederversammlungen und Veranstaltungen im Gasthaus Adler.

Generalversammlung am 15. Februar 1964: Schriftführer G. Riedel tritt zurück, für ihn wird Roland Kümmerle gewählt, der dann wegen Einzug zur Bundeswehr sein Amt im November 1965 an Willy Frindte abgibt.

Nach Rückkehr vom "Bund" übernimmt im August 1967 Roland Kümmerle wieder das Amt als Schriftführer.

Bei der Versammlung am 24.Oktober 1964 gab es einen Rückblick auf zwei Jahre Kleintierzüchterverein Häslach und die erfreuliche Bekanntgabe: Brutapparate und Ausstellungskäfige in ausreichender Anzahl sind gekauft und bezahlt.

Die aktiven Züchter wurden stärker; bei der Lokalschau im Januar 1965 im Gasthaus Adler sind 230 Tiere ausgestellt -160 Kaninchen und 70 Geflügel.

Die Jungtierschau im September 1965 findet zum ersten Mal in der Omnibushalle der Firma Jehle statt. Aufgrund des sehr guten Erfolges wird ab sofort in der dortigen Halle ausgestellt.

Eine ganz große Aufgabe wird übernommen -die Kreisgeflügelschau vom Kreisverband Reutlingen vom 06. - 09. Januar 1966. Ausgestellt wird im Gasthaus Adler und in der Omnibushalle Jehle. In der Waschhalle wird bewirtet, es gibt Hähnchen vom Grill und Bier vom Fass.

Wir bedanken uns an dieser Stelle bei der Fam. Lina und Walter Jehle für die damals großzügige Unterstützung. Bei jedem Wetter konnten wir in der beheizten Omnibushalle ausstellen und in der Waschhalle bewirten.

Am 25. März 1967 wird der Verein ins Register beim Amtsgericht eingetragen. Im August des gleichen Jahres wird eine Jugendgruppe gegründet.

In den folgenden Jahren wurde auch über einen Zusammenschluss der Vereine Walddorf und Häslach verhandelt. Dieses Vorhaben scheiterte letztendlich am Votum der Walddorfer Mitglieder.

 


 

Der Bau unseres Vereinsheims

Im Winter 1965/66 setzte der damalige 1. Vorstand Lorenz Schorer seinen größten Wunsch -Vereinsheimbau- auf die Tagesordnung. Mehrere Sitzungen und Versammlungen wurden einberufen um dieses Vorhaben zu besprechen.

Geplant war ein gemeinsames Vereinsheim mit dem TV Häslach. Bei einer gemeinsamen Sitzung am 22. Februar 1966 im Gasthaus Adler unter der Leitung von Bürgermeister Bauer gab es lebhafte Diskussionen. Schließlich wurde geheim abgestimmt. 30:4 Stimmen waren für einen Neubau. In separaten Versammlungen und Sitzungen wurden gleichzeitig auch beim TV Häslach Gespräche über dieses Vorhaben geführt. Trotz Befürwortung durch den damaligen 1. Vorsitzenden Gottlob Schölkopf, stimmten letztendlich die Mitglieder des TV mehrheitlich gegen eine Beteiligung an einem gemeinsamen Vereinsheimbau.

Der Kleintierzüchterverein Häslach unter der Leitung von Lorenz Schorer setzt sich jedoch durch und drängt weiter auf einen Platz von der Gemeindeverwaltung.

Dank großem Einsatz von Bürgermeister Otto Bauer gelang es unserem Vorstand, Lorenz Schorer, einen Bauplatz im Gewann Schaichberg, auf dem das heutige Vereinsheim steht, auf Erbbaupacht zu erwerben.

Nun wollte man schnell bauen. Eine größere Halle aus Holz, die in Reutlingen zum Verkauf stand, wurde nicht genehmigt, mit der Begründung, dass diese nicht in die Landschaft passe. Also wurde ein Massivbau geplant. Zusammen mit Architekt Eugen Berner aus Pliezhausen wurde unser heutiges Vereinsheim entworfen.

Am 27. Dezember 1966 war der erste Arbeitseinsatz auf unserem Baugelände. Begonnen wurde mit der Kanalisation. Arbeiten wurden nicht vergeben.

Der ganze Bau wurde unter größtem Einsatz der Mitglieder in ihrer Freizeit erstellt. Zum Aushub vom Kanalisations- und Wasserleitungsgraben sowie der Baugrube wurde ein Bagger benötigt. Das erste Angebot lag bei 3,60 DM pro Kubikmeter; das war für den jungen Verein damals zuviel. Schließlich fand man eine auswärtige Firma, die den Kubikmeter für 1,- DM aushob.

Am 29. Dezember 1966 wurde mit den Baggerarbeiten begonnen und der Kanal und die Wasserleitung verlegt. Die Baugrube wurde ausgehoben, das Schnurgerüst gestellt und eingeschnitten und die Fundamente gegraben.

Am 13. März 1967 tobte ein Sturm, der das Schnurgerüst und die Bauhütte stark beschädigte.

Fundament und Bodenplatte waren betoniert, der Sockel vom Untergeschoß stand zum Teil, dann wurde der Bau vom Landratsamt Tübingen am 28. März eingestellt.

Am 05. April 1967 meldete sich der Landschafts- und Naturschutz und stellte den Bau ebenfalls ein. Vorstand Lorenz Schorer fiel aus allen Wolken und tobte, aber alles half nichts, vermutlich wollten einige Herren sich wichtig machen.

Ohne eine Änderung kam dann die Baugenehmigung am 09. Dezember 1967. Sofort wurden die Arbeiten wieder aufgenommen.

Am 26. Januar 1968 ist die Prüfstatik eingetroffen. Am 27. Januar 1968 wurde die Decke betoniert. In einem nicht zu übertreffenden Einsatz wurde in jeder freien Stunde an unserem Vereinsheim gearbeitet.

Am 04. Mai 1968 ging unserem damaligen Vorstand Lorenz Schorer sein größter Wunsch in Erfüllung. Er konnte gleichzeitig die Generalversammlung und seinen 67. Geburtstag im Rohbau des Wirtschaftsteils unseres Züchterheims feiern.

Als der gesamte Rohbau stand, und die Fenster zum größten Teil eingebaut waren, wurde am 23. August 1968 das Richtfest gefeiert. Zum Essen gab´s Hasenbraten, gestiftet von den Mitgliedern, zur Unterhaltung spielte der Spielmannszug der Freiw. Feuerwehr Häslach.

In einem unheimlichen Eifer wurde weitergearbeitet. Erwähnenswert ist noch der Einbau des Estrichs, er wurde selber hergestellt und eingebaut; am Dienstag abend, 18.00 Uhr wurde begonnen, am Mittwoch morgen, halb 4 waren wir fertig.

Während der Bauarbeiten gab´s dann auch zum Teil noch im Rohbau Ausstellungen und Festlichkeiten.

Die erste Jungtierschau anlässlich der Häslacher Kirbe am 17. und 18. September 1968 fand in den eigenen vier Wänden statt..

Am 16. November 1968 wurde ein Kameradschaftsabend veranstaltet.

Die Arbeiten gingen weiter flott voran. Fassade und sonstige Außenarbeiten waren fertig, als am 17. und 18. Mai 1969 das größte Fest in der Vereinsgeschichte stattfand:

Die Einweihung unseres Vereinsheims neben dem Wasserturm.

Die Bewirtung findet in eigener Regie statt. Veranstaltungen wurden übernommen. Vierteljährliche Raten für Bauschulden mußten bezahlt werden.

Probleme gab´s in der Bewirtschaftung. 1972 wurde ein Pächter eingesetzt, der leider nur 3 Monate blieb, seither wurde wieder nur in eigener Regie bewirtschaftet.

In den Jahren 1981 - 1986 wurden umfangreiche Renovierungsarbeiten durchgeführt, die zur Erhaltung unseres wertvollen Besitzes nützlich waren.

 


 

Interne Vereinsveranstaltungen

Seit Jahren haben gewisse Veranstaltungen in unserem Verein schon ihre festen Termine, so zum Beispiel gibt´s jedes Jahr Anfang November einen Tagesausflug in eine Weingegend mit Weinprobe.

Der Kameradschaftsabend ist ein besonderes Ereignis, hier gibt es Filme und Dias über das Vereinsgeschehen vom vergangenen Jahr und findet immer Ende Dezember statt.

Seit einigen Jahren hat auch die Generalversammlung einen festen Platz, sie findet stets am Samstag nach Fasching statt.

Zur Tradition geworden ist der jährliche Vereinsausflug. Seit 1975 fährt der Kleintierzüchterverein Häslach immer an Pfingsten mit dem Bus der Firma Jehle zu einem dreitägigen Ausflug.

Jeder Ausflug war sehr gut organisiert und hinterließ bleibende Erinnerungen bei allen Teilnehmern.

Seit 1981 wird alljährlich am Backhaus in Häslach vom TV und vom Kleintierzüchterverein eine -Backhaushocketse- abgehalten. Serviert werden schwäbische Spezialitäten aus dem Holzbackofen. Diese Veranstaltungen sind vom Wetter abhängig und fanden bis jetzt sehr guten Anklang.

(Vgl. Kümmerle, W., 25 Jahre Kleintierzüchterverein Häslach)